17 Juni Logistik in der Lebensmittelbranche: mit Kunststoffverpackungen hohe Standards erfüllen
Logistik in der Lebensmittelbranche: mit Kunststoffverpackungen hohe Standards erfüllen
Nachhaltige und langlebige Transportlösungen als Alternative zu Holzboxen

Lebensmittel sicher, hygienisch und kosteneffizient transportieren – das ist für Hersteller und Logistikdienstleister der Food-Branche eine zentrale Herausforderung. Hinzu kommen hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit, ausgelöst unter anderem durch Regularien wie die EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Holzboxen stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen. Mehrwegverpackungen aus Kunststoff bieten im richtigen Anwendungsfall eine Alternative, die sowohl regulatorische und ökologische Anforderungen erfüllt als auch wirtschaftliche Mehrwerte generiert.
Das HACCP-Konzept („Hazard Analysis Critical Control Point“) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Hygienemanagement-System für Lebensmittelbetriebe. Es schreibt vor, dass die Lebensmittelindustrie logistische Hilfsmittel verwenden muss, um die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten. Das heißt: Transportverpackungen müssen nicht nur stabil, sondern auch leicht zu reinigen und beständig gegenüber Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und intensiver Nutzung sein. Genau hier zeigen Boxen oder Paletten aus Holz häufig Schwächen. Denn Holz nimmt Feuchtigkeit auf und kann sich dadurch verziehen. Gleichzeitig wird es leichter beschädigt und Splitter können Anlagen blockieren. Die Folgen sind Produktionsstörungen und ein erhöhtes Kontaminationsrisiko der Lebensmittel.
Sichere und langlebige Alternative
Mehrweg-Transportverpackungen aus Kunststoff setzen genau an diesen Punkten an. Sie sind feuchtigkeitsbeständig, lassen sich leicht reinigen und bleiben auch nach vielen Umläufen formstabil. Dadurch lassen sie sich problemlos in automatisierte Prozesse integrieren. Ihre nicht poröse Oberfläche bietet außerdem einen erhöhten Produktschutz. Gleichzeitig sind Kunststoffverpackungen langlebig und am Ende ihres Lebenszyklus vollständig recycelbar – ein Vorteil für Unternehmen, die ihre Lieferketten nachhaltiger gestalten wollen. Wie Anwender darüber hinaus von Kunststofflösungen profitieren, erklärt Jürgen Krahé, Senior Director EMEA bei ORBIS Europe:
1. Jürgen, warum gewinnen Mehrweg-Transportverpackungen aus Kunststoff in der Lebensmittelindustrie zunehmend an Bedeutung?
Ein großer Treiber ist Regulatorik: Die PPWR verpflichtet Unternehmen ab 2030 wiederverwendbare Verpackungen zu nutzen, die mindestens aus 35 % Rezyklat hergestellt sind. Diese müssen eine bestimmte Anzahl von Umläufen erreichen, die genaue Anzahl ist von der Politik in der zweiten Jahreshälfte 2026 noch festzulegen. Ebenso muss das Material recycelbar und für die Produktion neuer Verpackungen verwertbar sein. Unternehmen, die Kunststofflösungen nutzen, erfüllen diese regulatorischen Anforderungen. Da Kunststoff außerdem nicht splittert, profitieren Anwender von einer höheren Arbeitssicherheit und einem sauberen Umschlagpunkt.
2. Inwiefern tragen Kunststofflösungen zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Logistik bei?
Kunststoffverpackungen sind zu 100 Prozent recyclingfähig und lassen sich am Ende ihrer Lebensdauer dem Wertschöpfungskreislauf wieder zuführen. ORBIS Europe kauft ausgediente Ladungsträger von seinen Kunden zurück, recycelt diese und stellt aus dem so gewonnen Rezyklat neue Verpackungen her.
Darüber hinaus generieren Unternehmen wirtschaftliche Vorteile: Kunststoffpaletten überdauern signifikant mehr Transportzyklen als Holzpaletten und müssen nach Ende ihrer Lebensdauer nicht entsorgt werden. Damit entfallen alle dazugehörigen Prozesskosten inklusive Gebühren.
3. Wie lässt sich beurteilen, ob sich ein Umstieg wirtschaftlich rentiert?
Hier lohnt sich ein genauer Blick auf den gesamten Lebenszyklus. Life-Cycle-Analysen zeigen, wie sich unterschiedliche Verpackungslösungen über viele Umläufe hinweg auf Kosten, Ressourcenverbrauch und CO₂-Emissionen auswirken. ORBIS-Produktmanager analysieren die Lieferketten und Logistikprozesse unserer Kunden und erstellen daraufhin Konzepte, wie mit Mehrwegladungsträgern die Nachhaltigkeitsinitiativen unterstützt und Kosten eingespart werden.
Wirtschaften im Sinne der Circular Economy
Ein zentraler Ansatz hinter Mehrweg-Transportverpackungen aus Kunststoff ist die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy).
Sie verfolgt 
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- Reduce: Mehrweglösungen können Feststoffabfälle, Wasser, Emissionen und Energieverbrauch reduzieren, da weniger Einwegverpackungen benötigt werden.
- Reuse: Anwender verwenden Mehrweglösungen mehrfach in den Lieferketten.
- Recycle: Am Ende der Lebensdauer lassen sich Kunststoffverpackungen recyceln.
- Repurpose: Das recycelte Material ist für die Herstellung neuer Verpackungslösungen verwendbar.
Für die Lebensmittelindustrie bedeutet das: weniger Abfall, geringerer Verbrauch von Primärressourcen und eine Lieferkette, die stärker auf Wiederverwendung statt auf Entsorgung ausgerichtet ist. Somit leisten Anwender einen wichtigen Beitrag dazu, die Food-Branche nachhaltiger zu gestalten. ORBIS-Produkte sind für ihre Robustheit und Langlebigkeit bekannt und tragen dadurch zusätzlich zu einer grünen Lieferkette bei.
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